Krötenschutz 2011 – wir sind aktiv

10. März 2011
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Jetzt geht’s los – dieser Tage wird die Krötenwanderung auch bei uns einsetzen, das Wetter ist gerade richtig. Es wird allerdings eine der spätesten Krötenwanderungen werden.
Für unsere eigenen Beobachtungen aus dem letzten Jahr haben wir jetzt wissenschaftliche Unterstützung gefunden: Wenn Autos mit mehr als ca. 30 km/h über eine Kröte fahren, wird diese allein vom Luftdruck und Wirbel, der unter dem Auto herrscht, verletzt oder getötet. Wir bitten daher nochmals eindringlich: In den Bereichen, in denen Kröten zu ihren Laichgewässern wandern (bzw. von diesen wieder zurück) in den Abend- und Nachtstunden nicht schneller als in einer Tempo 30 Zone fahren! Die paar hundert Meter hält man das mal aus.

Der Nabu rechnet auch damit, dass es dieser Tage losgeht. Ausführliche Amphibien-Infos dort.
Update 11. März: heute haben wir die ersten zwei Erdkröten gesehen – eine lebend am Zaun, eine tot auf der Straße.

Update 15. März: inzwischen sind etwas stärkere Wanderungsbewegungen zu verzeichnen, am Kontrollzaun Habertshäuser Teiche fanden wir 6 Männchen und 2 Weibchen, außerhalb des Schutzzauns weitere 8 Tiere lebend und 6 frisch-tote sowie zahlreiche Spuren von etwas älteren Verkehrstoden.

Aktuelle Hinweise für unsere Krötenschützer stehen oben im grauen Kasten „Aktuelles“.

Auch anschauen: Fotos vom letzten Jahr

Und weil man ja doch immer mal wieder gefragt wird, was unser Krötenschutz bringen soll, rufen wir die folgende Kurzgeschichte in Erinnerung:
Ein kleiner Junge lief am Strand entlang und warf behutsam Seestern für Seestern zurück ins Meer. Ein Mann, der vorüberging, sagte zu dem Jungen: „Du dummer Junge! Was du da machst, ist vollkommen sinnlos. Siehst du nicht, dass der ganze Strand voll von Seesternen ist? Die kannst du nie alle zurück ins Meer werfen! Was du da tust, ändert nicht das Geringste!“ Der Junge schaute den Mann einen Moment lang an. Dann ging er zum nächsten Seestern, hob ihn behutsam vom Boden auf und war ihn ins Meer. Zu dem Mann sagte er: „Für ihn wird es etwas ändern!“

2 Responses leave one →
  1. 2011 April 23
    Gabriela Hösl permalink

    Tja,

    auch wir sind eigentlich Natürschützer. Heuer haben wir abertausende Kaulquappen in unserem Pool.

    Da bin ich dann doch etwas gehemmt, einerseits möchte ich die Tiere schützen, andererseits weiss ich nicht wohin.

    Wenn Ihr in Eurer Organisation einen Möglichkeit sehrt, die Tiere artgerecht wegzubringen, erbitte ich Eure Antwort, sonst muss ich leider eine „Abtreibung“ machen, weil ich nicht weiss, wohin.

    Mit der Hoffnung auf Anbtwort und freundlichen Grüßen

    Gabriela Hösl

    Tel: 02722 8383

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  1. Amphibienschutz | EPV

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